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Weihnachtsfeier

Zauberer für die Weihnachtsfeier – was auf einem Firmenabend wirklich funktioniert

Weihnachtsfeier eines Unternehmens mit festlich gedeckten Tischen, Kerzen und Christbaum im Hintergrund

Die Weihnachtsfeier ist der einzige Abend im Jahr, an dem eine Firma vollzählig an einem Ort sitzt — Vertrieb neben Buchhaltung, Geschäftsführung neben Auszubildenden. Genau das macht sie schwierig. Alle kennen sich vom Namen, die wenigsten wirklich. Der Abend beginnt mit Small Talk am Stehtisch und entscheidet sich in der ersten Stunde: Entweder die Tische mischen sich, oder jeder bleibt bei seiner Abteilung sitzen.

Ich werde regelmäßig für Weihnachtsfeiern gebucht, von Kanzleien mit dreißig Personen bis zu Konzernabenden mit sechshundert. Was dabei funktioniert und was nicht, hat weniger mit der Show zu tun als mit dem Zeitpunkt.

Warum die Weihnachtsfeier kein Event wie jedes andere ist

Auf einer Kundenveranstaltung sind alle in ihrer Rolle. Auf der Weihnachtsfeier nicht — und das ist der Unterschied, an dem die meisten Programmpunkte scheitern.

Der Vorstand steht plötzlich mit einem Glas in der Hand da wie alle anderen. Kollegen, die sich sonst nur in Videokonferenzen sehen, stehen sich zum ersten Mal gegenüber. Es gibt keine Tagesordnung, an der man sich festhalten kann. Wer in dieser Lage eine Bühne aufbaut und um Aufmerksamkeit bittet, arbeitet gegen den Abend statt mit ihm.

Der zweite Unterschied: Niemand ist freiwillig Publikum. Auf einer Gala kauft man ein Ticket, auf der Weihnachtsfeier steht man im Kalender. Ein Programm, das sich in den Vordergrund drängt, erzeugt genau die Höflichkeitsstimmung, die man eigentlich vermeiden wollte.

Die drei Zeitfenster eines Abends

Ein Firmenabend hat drei Stellen, an denen Zauberei etwas bewirkt — und sie verlangen jeweils etwas anderes.

Spielkarten auf einer weiß gedeckten Tafel neben Kerze und Weinglas
  • Ankunft, 18 bis 19 Uhr

    Die Stunde, in der sich der Raum mischt

    Die Gäste treffen über eine Stunde verteilt ein, die Hälfte kennt die andere Hälfte nicht. Ich arbeite in kleinen Gruppen von vier bis sechs Personen, direkt zwischen den Stehtischen. Nach zwei Minuten reden Leute miteinander, die sich vorher zugenickt hätten. Das ist der wirksamste Einsatz des ganzen Abends und der, den am wenigsten geplant wird.

  • Zwischen den Gängen

    Wenn die Sitzordnung zur Falle wird

    Nach dem Hauptgang kippt die Stimmung an vielen Tischen. Man hat sich erzählt, was es zu erzählen gab, und der Nachtisch ist noch weit. Zwanzig Minuten Tischzauberei überbrücken das, ohne dass jemand aufstehen muss — und geben jedem Tisch etwas, worüber er reden kann.

  • Nach dem Essen

    Der Programmpunkt, wenn es einen geben soll

    Eine Bühnenshow funktioniert erst, wenn alle satt sind und sitzen. Vorher konkurriert sie mit dem Servicepersonal. Zwanzig bis dreißig Minuten reichen; danach gehört der Abend wieder den Gästen.

Was der Raum hergeben muss

Die häufigste Sorge in der Planung ist die Technik. Bei Close-up-Zauberei ist sie unbegründet: Ich brauche kein Licht, keinen Ton, keine Fläche und keine Umbauzeit. Was ich brauche, sind Gäste, die stehen oder sitzen — mehr nicht.

Für eine Bühnenshow sieht es anders aus. Dafür braucht es eine freie Fläche von etwa vier mal drei Metern, ein Funkmikrofon und die Möglichkeit, das Saallicht zu dimmen. Beides klärt sich in einem Telefonat mit dem Haus, meist ist es ohnehin vorhanden.

Kritischer als die Technik ist die Lautstärke. Wenn die Band schon spielt oder der DJ hochgefahren hat, funktioniert kein Programmpunkt mehr, der auf Sprache angewiesen ist. Deshalb steht die Show im Ablaufplan immer vor der Musik, nie danach.

Wenn sich die Kollegen kaum kennen

Gästegruppe mit Gläsern an einem Stehtisch auf einer Firmenweihnachtsfeier

Seit die Hälfte der Belegschaft im Homeoffice sitzt, ist die Weihnachtsfeier für viele Firmen der einzige Termin, an dem sich Menschen physisch begegnen. Damit steigt der Druck auf den Abend — und die Gefahr, dass man es mit Programm überfrachtet.

Was hilft, ist etwas, das Gespräche auslöst statt sie zu unterbrechen. Ein Kunststück, das zwischen fünf Leuten passiert, hinterlässt eine gemeinsame Erinnerung, über die man am Tisch weiterredet. Eine Bühnennummer hinterlässt Applaus, und dann ist es still.

Deshalb rate ich kleineren Firmen bis etwa achtzig Personen fast immer zur reinen Close-up-Variante. Erst darüber lohnt sich die Bühne, weil die Zauberei sonst nicht bei allen ankommt.

Fünf Fehler, die ich immer wieder sehe

Das Programm steht am Ende des Abends. Um 22 Uhr ist die Hälfte draußen beim Rauchen und die andere an der Bar. Alles, was Aufmerksamkeit braucht, gehört vor 21 Uhr.

Der Künstler kommt erst zum Auftritt. Wer eine Stunde vorher da ist und sich unter die Gäste mischt, ist kein Fremdkörper mehr, wenn er nach vorne geht.

Die Reden werden unterschätzt. Drei Ansprachen hintereinander verbrauchen die Aufmerksamkeit, die danach für alles andere fehlt. Eine Rede, dann etwas anderes, dann die zweite.

Niemand ist für den Ablauf zuständig. Es braucht eine Person, die dem Küchenchef, dem DJ und dem Künstler sagt, wann was passiert. Ohne sie beginnt der Nachtisch mitten in der Show.

Der Raum ist zu groß. Achtzig Personen in einem Saal für dreihundert wirken wie eine schlecht besuchte Veranstaltung, egal wie gut das Programm ist.

Häufige Fragen zur Weihnachtsfeier

Wie lange dauert der Auftritt auf einer Weihnachtsfeier?

Für den Empfang und die Tischphase rechne ich mit zwei bis drei Stunden, in denen ich mich durch die Gruppen arbeite. Eine Bühnenshow dauert zwanzig bis dreißig Minuten. Die Kombination aus beidem ist auf Firmenabenden die häufigste Buchung.

Ab wie vielen Gästen lohnt sich eine Bühnenshow?

Etwa ab achtzig Personen. Darunter erreicht Close-up-Magie jeden Einzelnen direkt, und das wirkt stärker als eine Bühne, vor der zwanzig Leute sitzen. Nach oben gibt es keine Grenze, ab etwa dreihundert Gästen wird eine Leinwand sinnvoll.

Brauchen wir Technik oder eine Bühne?

Für Tischzauberei nichts davon – kein Licht, kein Ton, keine Fläche, keine Umbauzeit. Für eine Bühnenshow reichen rund vier mal drei Meter freie Fläche, ein Funkmikrofon und dimmbares Saallicht.

Wann im Ablauf sollte die Zauberei stattfinden?

Close-up-Magie ab dem Empfang und zwischen den Gängen, eine Bühnenshow nach dem Hauptgang. Alles, was Aufmerksamkeit braucht, gehört vor 21 Uhr und immer vor die Musik.

Muss jemand auf die Bühne oder etwas vorführen?

Niemand wird nach vorne geholt, der das nicht möchte. Mitmachen heißt bei mir: eine Karte ziehen, eine Zahl denken, eine Hand aufhalten. Auch Gäste, die sich ungern exponieren, bleiben dabei entspannt.

Funktioniert das auch auf Englisch?

Ja. Ein Teil der Firmenabende läuft zweisprachig oder komplett auf Englisch, gerade bei internationalen Standorten und gemischten Teams.

Wie weit reisen Sie für eine Weihnachtsfeier an?

Ich trete deutschlandweit auf, dazu in Österreich und der Schweiz. Die Anfahrt ist im Festpreis enthalten, es kommen also keine Kilometerpauschalen dazu.

Wie früh sollten wir buchen?

Der November und die erste Dezemberhälfte sind ab dem Spätsommer weitgehend vergeben. Wer einen bestimmten Freitag oder Samstag im Dezember plant, sollte früh anfragen.

Ihre Weihnachtsfeier steht schon im Kalender?

Sagen Sie mir Datum, Ort und ungefähre Gästezahl – ich sage Ihnen ehrlich, ob der Abend besser mit Tischzauberei, mit einer Bühnenshow oder mit beidem funktioniert. Auch dann, wenn die Antwort lautet: Bei Ihnen reicht das eine.

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